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06. August 2018

„In diesem heißen Sommer gibt’s bestimmt viel Solarstrom?“ Falsch!

Norddeutschland führt bei der Energiewende

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Norddeutschland führt bei der Energiewende

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Der Sommer 2018 bringt kaum Regen und richtig viel Sonne. Das müsste doch einen Boom bei der Solar-Energie auslösen. Nein, sagen Experten! Auch Windenergie und Biogas leiden. Aber warum?

Deutschland schwitzt. Klimaanlagen, Ventilatoren, Tiefkühltruhen und Kühlschränke laufen auf Hochtouren. Fast 1,4 Milliarden Kilowattstunden verbrauchen die Deutschen derzeit am Tag – und damit gut sechs Prozent mehr als im Schnitt der beiden vergangenen Sommern.

Was heisst bitte...?

Die Stromversorgung sei trotz der Hitze nicht gefährdet, versichert das Wirtschaftsministerium. Auswirkungen auf die Energiebranche haben die extremen Temperaturen aber trotzdem reichlich. Und die sind leider eher schlecht.

 

Solar-Energie: Warum viel Sonne nicht automatisch viel Solar-Strom bedeutet

Die Sonne knallt den ganzen Tag, da müsste es doch Solarstrom ohne Ende geben – könnte man meinen. Aber so ist es nicht. Gut 44 Gigawatt Leistung sind in Deutschland installiert, die Anlagen liefern aber rund 24 bis 28 Gigawatt, also nur zwei Drittel der möglichen Leistung.

Der Grund: Der Wirkungsgrad der Anlagen nimmt ab, je heißer die Solar-Module werden. Solar-Rekorde werden daher eher an warmen, sonnigen Frühlingstagen gemessen, zum Beispiel um Pfingsten herum. Und nicht im heißen Hochsommer.

Wind-Energie: Warum die Hitze im Sommer 2018 zu weniger Wind-Strom führt

Für die Windstrom-Branche ist es ein schlechter Sommer. An Land und im Meer sind die Anlagen weit davon entfernt, ihre Höchstleistung von zusammen gut 58 Gigawatt zu liefern. Lang anhaltende Hitze- und Trockenzeiten kommen meist zusammen mit lang anhaltenden Hochdruckwetterlagen.

„Bei diesen Wetterlagen kommt der Wind praktisch zum Erliegen und damit auch die Stromproduktion aus diesen Anlagen“, erklärt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Biogas: Warum der heiße Sommer 2018 schlechte Folgen für Biogas-Energie hat

Nicht nur aus Biomüll, Gülle und Mist, sondern auch aus Pflanzen entsteht Biogas. Auf rund 1,4 Millionen Hektar in Deutschland werden sie angebaut, vor allem Mais und Gras. Der Fachverband Biogas verweist darauf, dass die Ernte noch nicht abgeschlossen sei. Ausfälle seien aber schon spürbar.

„Die Ernte von Acker- und Wiesengras ist extrem unbefriedigend“, sagt Geschäftsführer Stefan Rauh. „Wenn – wie befürchtet – die Trockenheit anhält, bekommen Anlagen auf Basis von Grünland massive Probleme.“ Auch bei Mais sei in vielen Fällen mit Einbußen über 50 Prozent zu rechnen.

Die Betreiber der Biogasanlagen müssten sich Gedanken machen, ob sie jetzt die Leistung drosseln und im Winter wieder hochfahren, wenn der Bedarf an Wärme steigt. Wärme ist in Biogasanlagen ein Nebenprodukt der Stromerzeugung.

Steinkohle und Atomkraftwerke: Die Hitze im Sommer 2018 hat negative Auswirkungen

Beide Kraftwerkstypen bekommen Probleme, wenn die Flüsse und Seen zu warm werden, die sie zur Kühlung nutzen. In der Oberflächengewässerverordnung ist geregelt, ab welchen Fluss-Temperaturen die Betreiber ihre Kraftwerke herunterfahren müssen.

„Je nach Größe und Typ des Gewässers sowie der jeweiligen Fischfauna liegt dieser Wert zwischen 18 und 25 Grad“, heißt es dazu beim BDEW. Außerdem darf sich die Temperatur in einem Fluss durch das Einleiten von Kühlwasser um nicht mehr als drei Grad erhöhen.

Preussen Elektra zum Beispiel muss derzeit nach eigenen Angaben im Kraftwerk Brokdorf ein bis zwei Stunden am Tag die Leistung zum Schutz der Elbe um etwa zwei Prozent senken. Die Sicherheit der Atomkraftwerke sei durch die Hitze in keiner Weise beeinträchtigt, sagt eine Sprecherin. EnBW betreibt das Kernkraftwerk Philippsburg und hat die Leistung von einem Block um rund zehn Prozent reduziert.

Das RWE-Steinkohlekraftwerk in Hamm war am vergangenen Wochenende zwischenzeitlich wegen Problemen beim Kohlenachschub abgeschaltet. Wegen des Niedrigwassers auf dem Rhein können die Kohlefrachter derzeit nicht voll beladen werden.

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